Travelzy Reiseführer Mallorca

Mallorca Reiseführer: Palma, Tramuntana, Strände & Tipps 2026

Palma mit Kathedrale und Markthallen, die Bergwelt der Tramuntana, Strände wie Es Trenc: alles zu Reisezeit, Anreise ab PMI, Kosten und Tipps.

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Travelzy Redaktion 7 Min. Lesezeit · Stand 30. Sept. 2026

Mallorca ist weit mehr als Ballermann und Bettenburgen. Die größte Insel der Balearen verbindet eine lebendige Hauptstadt mit gotischer Kathedrale direkt am Meer, ein wildes Gebirge im Nordwesten und lange Sandstrände im Süden und Osten. Die Serra de Tramuntana ist seit 2011 als Kulturlandschaft UNESCO-Welterbe, ihr höchster Gipfel, der Puig Major, erreicht 1.436 Meter. Dazu kommen Tropfsteinhöhlen, Bergdörfer mit Steinhäusern und eine bodenständige Küche, die in Palmas Markthallen und alten Weinkellern bis heute gepflegt wird. Mit gut zwei Stunden Flugzeit passt die Insel für Kurztrips wie für längere Rundreisen.

Beste Reisezeit

Am angenehmsten ist Mallorca im Mai und Juni sowie im September und Oktober. Im Mai liegen die Tageshöchstwerte bei rund 23 °C, im Juni bei 27 °C, und es regnet nur an zwei bis drei Tagen im Monat. Der September bringt ebenfalls etwa 27 °C, dazu ist das Meer nach dem Sommer noch warm. Im Oktober sinken die Werte auf etwa 23 °C, die Zahl der Regentage steigt aber auf rund sechs.

Juli und August sind mit 30 bis 31 °C und kaum Regen die heißesten Monate und zugleich Hochsaison: Strände, Parkplätze und Bergstraßen sind dann voll, Unterkünfte und Mietwagen deutlich teurer. Wer wandern oder Rad fahren möchte, meidet die Hitze besser und kommt im Frühjahr (März bis Mai), wenn es mit 17 bis 23 °C mild ist. Im Winter liegen die Höchstwerte bei 15 bis 16 °C mit etwa fünf bis sechs Regentagen pro Monat – gut für Städtetrips nach Palma, weniger für Badeurlaub. Im Tramuntana-Gebirge regnet es deutlich mehr als im Rest der Insel.

Anreise & unterwegs vor Ort

Der Flughafen Palma (PMI) liegt nur rund zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die Stadtbuslinie A1 fährt tagsüber etwa alle 12 bis 15 Minuten in rund 20 Minuten zur Plaça d'Espanya und weiter bis zum Museum Es Baluard. Das Ticket kostet bar ca. 5 €, mit kontaktloser Bankkarte nur ca. 3 € (Stand 2025/2026). Die Linie A2 bedient Can Pastilla, Platja de Palma und S'Arenal zum gleichen Preis.

Für die Ferienorte gibt es die AeroTIB-Überlandlinien: A11 Richtung Palmanova, Magaluf, Santa Ponça und Peguera, A51 nach S'Arenal, Llucmajor und Campos, im Sommer A32 Richtung Alcúdia und Can Picafort sowie A42 Richtung Manacor, Porto Cristo und Cala Millor. Die Fahrpreise liegen je nach Strecke bei maximal etwa 13,50 € (Stand 2026); auch hier ist Kartenzahlung günstiger als Bargeld.

Ein Taxi ins Zentrum kostet tagsüber etwa 25–35 €, nachts und am Wochenende eher 30–40 €, inklusive 4,65 € Flughafenzuschlag (Stand 2025/2026). Kartenzahlung klappt meist, bestellen kannst du per App, etwa PideTaxi oder FreeNow.

Für Ausflüge in die Berge und zu entlegenen Buchten ist ein Mietwagen praktisch. Ein Kleinwagen kostet in der Nebensaison ca. 20–40 € pro Tag, in der Hochsaison ca. 50–90 €, plus Vollkasko und eine Kaution von oft 500–1.000 € auf der Kreditkarte (Stand 2026). Wähle ein kleines Auto, denn die Bergstraßen sind eng und kurvig, und rechne mit Rennradgruppen, die sich schwer überholen lassen.

Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten

  • Kathedrale La Seu (Palma): Die gotische Kathedrale wurde ab 1229 errichtet und steht direkt über dem Meer. Antoni Gaudí gestaltete zwischen 1903 und 1914 Teile des Innenraums um. Der Eintritt kostet ca. 10 € (Stand 2026); sonntags sind keine Besichtigungen möglich. Mit Online-Ticket sparst du dir die Schlange. Die Führung über die Dachterrassen kostet ca. 25 € und ist auf kleine Gruppen begrenzt, also früh reservieren.
  • Castell de Bellver: Die runde Burg aus dem Jahr 1311 liegt rund drei Kilometer westlich des Zentrums auf einem Hügel und beherbergt das Stadtmuseum. Von oben überblickst du Bucht und Hafen.
  • Tren de Sóller: Der historische Schmalspurzug fährt in rund einer Stunde von der Plaça d'Espanya über die Berge nach Sóller. Die einfache Fahrt kostet ca. 23 €, hin und zurück ca. 30 € (Stand 2026); die Straßenbahn nach Port de Sóller kostet in der Regel extra. Im Sommer sind die Züge oft ausgebucht, der letzte Zug zurück fährt meist am frühen Abend.
  • Valldemossa: Das Bergdorf ist durch die Kartause bekannt, in der Chopin und George Sand den Winter 1838/39 verbrachten. Parkplätze sind knapp, früh am Vormittag ist es am ruhigsten.
  • Cap de Formentor: Die spektakuläre Straße zum Leuchtturm an der Nordspitze ist 2026 vom 15. Mai bis 18. Oktober zwischen 10 und 22 Uhr für Privatautos gesperrt. In dieser Zeit fährt der Shuttlebus 334 ab Port de Pollença; auch zu Fuß oder mit dem Rad ist die Anfahrt erlaubt. Der Strandparkplatz Platja de Formentor ist auf rund 300 Autos begrenzt und im Sommer oft vor Mittag voll.
  • Coves del Drac (Porto Cristo): Die Tropfsteinhöhlen an der Ostküste reichen bis 25 Meter tief. Höhepunkt ist der unterirdische Martel-See, auf dem am Ende ein kurzes Konzert von Musikern in Booten gespielt wird. Online-Tickets sind günstiger und sichern dir einen Zeitslot.
  • Es Trenc: Der rund zehn Kilometer lange, naturgeschützte Sandstrand zwischen Sa Ràpita und Colònia de Sant Jordi hat helle Dünen und flaches, ruhiges Wasser. Dahinter liegen Salinen. Bring Wasser und Schatten mit.

Essen & Trinken

Die mallorquinische Küche ist deftig und ländlich. Typisch sind Tumbet (geschichtetes, gebratenes Gemüse mit Tomatensauce), Frit mallorquí (gewürfeltes Fleisch mit Kartoffeln, Paprika und Fenchel), Sopes mallorquines (Brot-Gemüse-Eintopf), gefüllte Auberginen, Arròs brut und als Dessert Gató, ein Mandelkuchen, gern mit Mandeleis. Zum Frühstück oder Nachmittag gehört eine Ensaïmada, das spiralförmige Hefegebäck der Insel.

  • Celler Sa Premsa: Das rustikale Kellerlokal nahe der Plaça d'Espanya serviert seit Jahrzehnten Inselklassiker zwischen Weinfässern. Hauptgerichte wie Tumbet oder Frit lagen zuletzt bei etwa 10–15 € (Stand 2023). Geöffnet Montag bis Samstag mittags und abends.
  • Ca'n Joan de s'Aigo: Das Café in der Altstadt nahe Santa Eulàlia besteht seit 1700 und gilt als eines der ältesten der Stadt. Bestell Ensaïmada, dicke heiße Schokolade oder das hausgemachte Mandeleis.
  • Mercat de l'Olivar: Palmas größte Markthalle (seit 1951) mit Fisch, Fleisch, Obst, Käse und Wein. An den Bars gibt es Tapas, Austern und Gegrilltes. Montag bis Samstag vormittags geöffnet, die Gastronomie bis etwa 16 Uhr, sonntags geschlossen.
  • Mercat de Santa Catalina: Die kleinere Markthalle im alten Fischerviertel Santa Catalina ist bekannt für Qualität und hat mit dem Bar Frau einen Klassiker für mallorquinische Tapas.

Mittags lohnt sich in vielen Lokalen das wechselnde Tagesgericht, im Celler Sa Premsa etwa über die angeschlossene Bar.

Geheimtipps & was Reisende empfehlen

In Reiseforen und -blogs wird immer wieder betont, wie früh man an den Hotspots sein sollte: Wer die Westküste mit dem Auto erkunden will, fährt am besten vor 8 Uhr in Palma los. Der Parkplatz in Sa Calobra war laut Reiseberichten im Sommer schon gegen 10 Uhr voll, in Valldemossa und Sóller sind die Parkflächen klein. Viele Reisende beschreiben das Fahren auf der Insel als entspannt, warnen aber vor den kurvigen Bergstraßen und langsamen Radgruppen.

Beim Sóller-Zug empfehlen Blogleser den Platz auf der linken Seite, weil der Ausblick beim Anstieg dort besser sein soll, und raten zur Nebensaison. Im Mallorca-Forum wird geraten, zum Cap de Formentor in der Sperrzeit gleich den Shuttlebus zu nehmen; 2025 wurden dort rund 2.300 Verstöße mit Bußgeld registriert.

Günstiger und ursprünglicher als die großen Hallen ist der Mercat de Pere Garau (dienstags, donnerstags und samstags).

Kosten & Budget

  • Mietwagen-Nebenkosten: Versicherung ca. 10–25 € pro Tag, Parkhaus in Palma ca. 25–35 € pro Tag, Benzin ca. 1,60–1,90 € pro Liter (Stand 2026)
  • Essen: Hauptgericht im traditionellen Lokal ca. 10–15 € (Stand 2023)
  • Touristensteuer (Ecotasa): pro Person und Nacht zwischen ca. 1,10 € (einfache Unterkünfte) und 4,40 € (Fünf-Sterne-Hotels) in der Saison von Mai bis Oktober; in der Nebensaison nur ein Viertel davon, ab der neunten Nacht die Hälfte. Unter 16-Jährige sind befreit (Stand 2026).

Bei den Unterkünften reicht die Spanne von einfachen Hostals und Apartments über Fincas im Inselinneren bis zu Luxushotels. Im Juli und August steigen die Preise stark, frühes Buchen lohnt sich.

Praktische Tipps

  • Geld & Karte: Bezahlt wird in Euro. Karten werden fast überall akzeptiert, in Bussen zahlst du mit Karte sogar günstiger. In ländlichen Gegenden etwas Bargeld dabeihaben.
  • Trinkgeld: Ist freiwillig; bei gutem Service rundest du auf.
  • Kleidung & Etikette: In Kirchen wie der Kathedrale Schultern bedecken und keine sehr kurze Kleidung tragen. In einigen Touristenzentren gelten strenge Regeln gegen exzessiven Alkoholkonsum.
  • Strom: 230 Volt, Steckdosen wie in Deutschland, ein Adapter ist in der Regel nicht nötig.
  • Internet: Innerhalb der EU surfst du mit deinem deutschen Mobilfunktarif ohne Roaming-Aufpreis.
  • Sicherheit: Mallorca gilt als sicheres Reiseziel. In Palma, an Stränden und Ausflugszielen kommt es aber zu Taschendiebstählen. Im Sommer kann es Waldbrände geben. Aktuelle Hinweise findest du beim Auswärtigen Amt (Reise- und Sicherheitshinweise Spanien).
  • Einreise: Deutsche brauchen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

Fazit

Mallorca passt zu fast jedem Reisetyp: Badeurlauber finden im Sommer lange Strände wie Es Trenc, Aktivreisende wandern und radeln im Frühjahr und Herbst durch die Tramuntana, und Palma lohnt sich ganzjährig für Kultur, Märkte und gutes Essen. Wer Menschenmassen meiden will, reist im Mai, Juni oder September, startet früh am Tag und plant Ausflüge wie Formentor mit dem Bus.

Orte aus diesem Reiseführer

  1. 01
    Kathedrale La Seu Sehenswürdigkeit · Palma, Altstadt

    Gotische Kathedrale am Meer, Eintritt ca. 10 € (Stand 2026), sonntags keine Besichtigung

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  2. 02
    Castell de Bellver Sehenswürdigkeit · Palma

    Runde Burg von 1311 mit Stadtmuseum und Blick über die Bucht

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  3. 03
    Valldemossa Sehenswürdigkeit · Serra de Tramuntana

    Bergdorf mit Kartause (Chopin und George Sand 1838/39), früh anreisen

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  4. 04
    Cap de Formentor Sehenswürdigkeit · Pollença

    Leuchtturm; 15.5.–18.10.2026 von 10–22 Uhr nur per Bus 334, Rad oder zu Fuß

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  5. 05
    Coves del Drac Sehenswürdigkeit · Porto Cristo

    Tropfsteinhöhlen mit Martel-See und Konzert, Online-Ticket günstiger

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  6. 06
    Es Trenc Strand · Campos

    Rund 10 km naturgeschützter Sandstrand, kaum Infrastruktur

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  7. 07
    Mercat de l'Olivar Restaurant · Palma, Zentrum

    Größte Markthalle Palmas mit Tapas-Bars, So geschlossen

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  8. 08
    Mercat de Santa Catalina Restaurant · Palma, Santa Catalina

    Markthalle im alten Fischerviertel, Tapas im Bar Frau

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  9. 09
    Celler Sa Premsa Restaurant · Palma, Zentrum

    Traditionelle mallorquinische Küche im alten Weinkeller, So geschlossen

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  10. 10
    Ca'n Joan de s'Aigo Restaurant · Palma, Altstadt

    Historisches Café seit 1700: Ensaïmada, Schokolade, Mandeleis

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Quellen & weiterführende Links (12)Aufklappen
  1. Palma Airport Info: Bus vom Flughafen Palma palmaairport.info
  2. Mallorca Transfer: Buses from Palma Airport 2026 mallorcatransfer.taxi
  3. MallorcaSecrets: Taxi-Preise auf Mallorca mallorcasecrets.de
  4. Wikipedia: Ferrocarril de Sóller en.wikipedia.org
  5. Mallorcaexperten: Kathedrale Palma 2026 mallorcaexperten.de
  6. ADAC: Zufahrt zum Cap Formentor 2026 adac.de
  7. Mercat de l'Olivar (offizielle Website) mercatolivar.com
  8. Majorca Daily Bulletin: Restaurant Review Celler Sa Premsa majorcadailybulletin.com
  9. Mallorca-Empfehlungen: Touristensteuer 2026 mallorca-empfehlungen.de
  10. Isle Passport: Renting a Car in Mallorca 2026 islepassport.com
  11. Rick Steves Travel Forum: Renting a car in Mallorca community.ricksteves.com
  12. Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise auswaertiges-amt.de

Alle Angaben sorgfältig recherchiert, aber ohne Gewähr. Preise sind Richtwerte, Öffnungszeiten und Einreisebestimmungen können sich ändern – aktuelle Sicherheits- und Einreisehinweise findest du beim Auswärtigen Amt.